Unsere Stadt wurde am
20. Oktober 770 in einer Schenkungsurkunde des
Klosters Lorsch als Waltdorf erstmals urkundlich
erwähnt. Funde aus früher Zeit belegen allerdings, dass schon seit
langem Menschen an dem Platz siedelten, an dem das spätere Dorf im
Wald entstand.
Im Jahr 1230 erhielten die Pfalzgrafen Walldorf als Reichslehen.
In den deutschen Bauernkriegen und im 30-jährigen Krieg wurde das
Dorf am Wald Schauplatz von Kämpfen und
Plünderungen. Im
Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1689 wurde es sogar vollständig
zerstört und erst einige Jahre später wieder besiedelt. Wie in der
ganzen damaligen
Kurpfalz kamen vor allem Neusiedler bzw.
Glaubensflüchtlinge aus der
Schweiz, unter ihnen auch die Familie Astor.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte
Walldorf zu
Baden.
Durch den Bau der Rheintalbahn von Mannheim nach Karlsruhe 1843
erlebte der Ort im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen
Aufschwung. 1901 verlieh Großherzog Friedrich I. die
Stadtrechte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Ansiedlung der
Heidelberger Druckmaschinen und in den 70er Jahren der
Controlling-Softwarefirma SAP, die dem ehemaligen Dorfe am Wald zu einer der attraktivsten und wohlhabenden
Gemeinden der Region machten.
Die Stadt war während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Gastgeber der
Nationalmannschaft von
Costa Rica 9. Juni
bis 21. Juni.